Kurs 1: Master Baking Tag 2 und 3

Kurs 1: Master Baking Tag 2 und 3

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Reisetagebuch

Kurs 1: Master Baking Tag 2 und 3

Kurs 1: Master Baking Tag 2 und 3

Ist zwar schon eine ganze Weile her, aber ich erinnere mich noch ganz genau an das Wochenende meiner ersten Master Class.

Nachdem wir uns an Tag eins alle schon beschnuppern konnten, ist an Tag 2 fast schon so etwas wie Routine eingekehrt. Jeder kannte mindestens seine direkten Tischnachbarn beim Namen, man kannte die Arbeitsschritte und man wusste wo ggf. Messer und andere Utensilien zu finden sind und so weiter. Also alles etwas weniger aufgeregt als an Tag eins und damit genau die richtige Stimmung um die etwas komplexeren Rezepte auf den Tisch zu bringen. Vor allem der Chiffon Cake, so lecker er ist, ähnelt dem was wir als Biskuit bezeichnen würden und ist entsprechend empfindlich. Aber auch die Chiffon Cakes und White Cakes sind allen Teilnehmerinnen formidabel geglückt. Die Backphase war damit bereits nach etwa der Hälfte des zweiten Tages beendet. Auch diese Kuchen mussten natürlich erst auskühlen bevor wie sie dann mit dem Carrot Cake und dem Devils Food Cake vom Vortag verstauen konnten.

diverse fertige Kuchenrohlinge Wilton Cake Decorating Mater Baking

Im Anschluss haben wir uns an die ersten Icings und Füllungen gewagt. Am Ende von Tag zwei sollten wir bereits zwei Kuchen mit nach Hause nehmen können. Die Menge an Teig für den Chiffon Cake hat neben den beiden 8‘‘ Pans noch eine Kastenform ergeben. Diesen Kuchen sowie den Lemon Pound Cake vom Vortag haben wir mit einer einfachen Lemonglace begossen. Im Prinzip eine Mischung aus Puderzucker, frischem Zitronensaft sowie Wasser und für mehr Geschmack auch etwas frischem Zitronenabrieb.

Mit Zitrone gings auch direkt weiter. Ich habe an diesem Tag zum ersten Mal in meinem Leben Lemon Curd zubereitet. Was ich nicht wusste, ich würde noch in zwei weiteren Kursen zu dieser Ehre kommen. Macht sich nämlich auch besonders lecker als Füllung in Mini Pastries und als Beilage zu frisch gebackenen Scones. Aber zu den Unterrichtseinheiten später mehr.

Abschließend haben wir noch die Apricot Bavarian Creme vorbereitet. Damit hatten wir alle Kuchenrohlinge fertig, sowie zwei Füllungen und die ersten Kostproben für zu Hause. Oben Pound Cake, unten Chiffon Cake.

diverse fertige Kuchenrohlinge Wilton Cake Decorating Mater Baking

 

Beim Thema Pound Cake bin ich unsicher. Mir gefällt, dass er bei weitem nicht so süß ist wie viele andere Kuchen, auf der anderen Seite war er wirklich recht trocken. Aber kein Problem, das sich nicht mit einer Tasse Kaffee lösen lässt! Der Chiffon Cake dagegen ist herrlich fluffig, dafür aber eher neutral im Geschmack. Das reine Flaticing hat für mich als Geschmacksträger in der Kombination nicht ausgereicht. Die Textur ist allerdings perfekt für Torten, von daher hat er an Tag drei mit den Füllungen und den zusätzlichen Buttercremes gerockt.

Da war er auch schon, der letzte Tag der Master Baking Class. Am Sonntag sollte es nochmal richtig heiß hergehen. Uns fehlten noch eine Swiss und eine French Buttercream. Außerdem mussten wir auch noch das Cream Cheese Icing für unseren Carrot Cake und das Chocolate Icing für den Devils Food Cake mixen.

Butterberge Cream Cheese Mise en Place

Wie immer haben wir den Schwierigkeitsgrad langsam erhöht, von daher haben wir zuerst die beiden Icings zubereitet. Danach ging es dann an die beiden Buttercremes, die beide den zusätzlichen Einsatz einer Induktionsplatte erfordern um entweder das Ei über einem Wasserbad zum Stocken zu bringen, oder um einen Zuckersirup zum Kochen zu bringen, der dann in das bereits geschlagene Eiweiß gerührt werden muss. Ein großer Vorteil dieser Methoden: Das Ei ist jeweils „gekocht“ und die Cremes sind daher auch ungekühlt haltbar und generell recht stabil in ihrer Konsistenz. Aber im Vergleich zu unseren eher fluffigen Tortencremes in Deutschland durchaus schwere Kost. Von daher habe ich beim Aufbau der Kuchen durchaus darauf geachtet nicht zu viel Creme zu verwenden.

Carrot Cake mit Creme Wilton Master Baking

 

Nachdem nun wirklich alle Bestandteile vorbereitet waren, mussten die Kuchen „nur noch“ zusammengesetzt werden. Die Zeit verging viel zu schnell und entsprechend stressig wurde das grande Finale. Leider haben es nur drei meiner vier Kuchen bis über die Ziellinie geschafft. Der Devils Food Cake musste ohne die Chocolate Ganache on top über dem Icing auskommen. Daher habe ich ihn ehrlich gesagt auch nicht mehr wirklich fotografiert. Der Carrot Cake war himmlisch, innen und außen wie ich finde. Die beiden hellen Teige konnten wir frei nach Geschmack kombinieren.

 

 

Mit vier Kuchen sind wir also an Tag drei glücklich aber zugegeben auch etwas erschöpft aus der Schule nach Hause gefahren. Zum Glück wohne ich bei einer Familie, die leckeres Backwerk zu schätzen weiß, und sowohl Nachbarn als auch Freunde und Kollegen ebenfalls mit den Kuchen versorgen konnte. Es wäre sonst wirklich zu schade.

Slice Carrot Cake Wilton Master Baking

 

Cut Cake Wilton Master Baking

 

Und natürlich mein erstes Zertifikat nicht zu vergessen.

Wilton Master Baking Diploma